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Die Grundausbildung
Bei den Übungsabenden kümmern wir uns besonders um die "Neuen". Da es aber kaum möglich ist das gesamte Wissen in 4 - 6 Stunden pro Monat zu vermitteln, sieht die landesweit einheitliche Ausbildungsverordnung die Ableistung einer Grundausbildung vor. Diese gliedert sich in den Stufen Modul 1-2 und Modol 3-4. Der abzuleistende Stundensatz und die zu behandelden Themen werden hier klar vorgegeben. Die Feuerwehr der Gemeinde Merzenich organisiert schon seit Jahren den Abschluß dieser Lehrgänge gemeinsam mit der Feuerwehr der Gemeinde Nörvenich. An 4 Samstagen im Februar / März wird nochmals das gesamte Wissenspektrum in Theorie und Praxis durchgearbeitet. Den Abschluß bildet dann die Lehrgangsabnahme durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister. Zwischen dem Modul 1-2 und Modul 3-4 liegen in der Regel 2 Jahre. Die Feuerwehr arbeitet immer Truppweise, dass bedeutet 2 Feuerwehrleute (Truppführer und Truppmann) erledigen die anstehenden Arbeiten gemeinsam. Am Ende dieser Ausbildung kann der Feuerwehrmann als Truppmann eingesetzt werden. Je nach absolvierter Ausbildungsstufe führt das Mitglied den Dienstgrad "Feuerwehrmann" oder "Oberfeuerwehrmann".

Weiterführende Ausbildung
Während die Grundausbildung Aufgabe der Gemeindefeuerwehr ist, liegt die Organisationsverantwortung für die weiterführenden Lehrgänge bei Kreis und Land.

Truppführerlehrgang
Der Truppführerlehrgang wird am Feuerwehrtechnischem Zentrum in Stockheim absolviert. Dieser Lehrgang dauert 7 Samstage und soll die Feuerwehrleute, die aus den Feuerwehren des gesamten Kreises nach hier kommen, dazu befähigen, einen Trupp im Einsatz zu führen. Das heißt konkret, dass der Truppführer Aufgaben übertragen bekommt und diese dann mit dem ihm zugehörenden Truppmann erledigen muß. Der Truppführer übernimmt für den ihm unterstellten Mann die Verantwortung. Nach der Ableistung der Prüfung kann er vom jeweiligen Gemeindebrandmeister zum "Truppführer" befördert werden. Die Ausbilder sind Mitglieder einer Feuerwehr aus dem Kreisgebiet. Neben den Qualifikation eines Gruppenführers (siehe unten) verfügen diese in der Regel über eine besondere Schulung zum Ausbilder. Anschließend führen die Absolventen den Dienstgrad "Unterbrandmeister".

Gruppenführerlehrgang
Die typische "Einheit" bei der Feuerwehr besteht aus einer Gruppe. Dies entsricht dem Gruppenführer plus 8 Mann. Um die Qualifikation zu erhalten, wird auf Kreisebene eine Vorbereitung angeboten. Die angehenden Gruppenführer aller Feuerwehren treffen sich einmal im Monat zu den verschiedenen Unterrichten. Nach einiger Zeit steht dann der Lehrgang am Institut der Feuerwehr des Landes NRW (IdF) in Münster an. Der Lehrgang dauert drei Wochen. Anschließend führen die Absolventen den Dienstgrad eines Brandmeisters, nach zwei Jahren den eines Oberbrandmeisters.

 

Zugführerlehrgang
Oberhalb des Gruppenführers steht der Zugführer, der mehrere Gruppen führen kann. Diese Ausbildung dauert 2 Wochen und findet ebenfalls in Münster am IdF statt. Doch bevor man hieran teilnehmen darf, muß man eine Vorbereitung absolvieren, die ca. 9 Monate dauert. Sie wird vom RP Köln organisiert. Die Teilnehmer treffen sich 2 mal im Monat am Samstagnachmittag. Nach dem Lehrgang steht dem Mitglied der Dienstgrad des "Hauptbrandmeisters" zu.

 
Wehrleiter (Gemeindebrandinspektor)
Um in einer Gemeinde das Amt des Wehrleiters ausführen zu können, müssen am IdF die Lehrgänge Verbandführer und Leiter der Feuerwehr erfolgreich abgeleistet werden.

 
Sonderausbildungen
Die Sonderausbildungen gliedern sich ebenfalls auf die Ebene Kreis und Land.
Auf Kreisebene wird z.B. der Lehrgang für Atemschutzträger angeboten. Bei unseren Einsätzen sind wir ständig durch giftige Gase und Rauch gefährdet, so dass das Tragen von Atemschutzgeräten Standart ist. Es ist aber nicht gestattet, dass ein Feuerwehrmann einfach ein solches Gerät benutzt. Er muß neben der gesundheitlichen Eignung auch das notwendige Wissen um die verschiedenen Atemgifte und die Handhabung der Geräte haben. Dieses wird in dieser Ausbildung vermittelt.
Für Einsätze mit gefährlichen Stoffen und Gütern und im Bereich radioaktiver Materialien gibt es jeweils einen Sonderlehrgang (GSG1 und Strahlenschutz 1). Weiterhin gibt es neben einer Ausbildung zum Sprechfunker auch eine Ausbildung zum Pumpenmaschinisten. Jeder dieser Lehrgänge dauert in der Regel 4 Samstage.

Auf Landesebene werden einige der Kreislehrgänge erweitert. Dieses sind dann in der Regel für Führungskräfte angedacht. Hier sind der Lehrgang für gefährliche Stoffe und Güter 2 (GSG2) und Strahlenschutz 2 zu nennen. Weiterhin bildet das IdF die Ausbilder für die Kreisebene aus. Abgerundet wird dieses Programm mit Lehrgängen für Gerätewarte und Tagesseminare für Führungskräfte.